Hausärztlich-Internistische Gemeinschaftspraxis – Dr. med. Franz Krähschütz und Matthias Weiß – Fachärzte für Innere Medizin – Neuötting
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Naturheilverfahren – was gehört dazu?

Einfach ausgedrückt: Naturheilverfahren verwenden natürliche, von der Natur vorgegebene Mittel und Methoden zur Behandlung oder Vorbeugung von Krankheiten. Über den Einsatz dieser Mittel und Methoden hinaus zeichnen sich Naturheilverfahren jedoch auch durch ein besonderes Maß an Eigenverantwortung des Patienten aus. Sie können selbst aktiv werden und Ihre Gesundheit in „die eigene Hand nehmen“.

Als naturheilkundlich tätige Ärzte sehen wir uns nicht nur als der „Reparateur“ fehlerhafter Körperfunktionen, sondern gewinnen die Rolle eines Beraters, der Ihnen sinnvolle Anleitungen zur Selbsthilfe mit natürlichen Heilmitteln geben kann. Und Naturheilverfahren sprechen auch die Sinne an – ein wärmender Tee, eine entspannende Massage oder das behagliche Gefühl nach einem Saunagang, all das kann die Gesundheit fördern. Denn Geist und Seele haben einen großen Einfluss auf das körperliche Wohlbefinden.

Ein Grundkonzept der Naturheilverfahren besteht darin, dass der Organismus die richtigen Reize zur richtigen Zeit benötigt, um gesund zu bleiben oder die Gesundheit wieder herzustellen. Die Reize sollen die Selbstheilungskräfte des Körpers wecken und unterstützen. Durch Anpassung soll zudem der Organismus in die Lage versetzt werden, auf Reize in Form alltäglicher Anforderungen angemessen zu reagieren, ohne dass Überreaktionen auftreten. Es wird davon ausgegangen, dass die Fähigkeiten zur Regulation von Körperfunktionen und ihre Anpassung an besondere Anforderungen regelmäßig genutzt werden müssen, um ihren Aufgaben gerecht zu werden.

Naturheilverfahren werden mit dem Ziel angewendet, die vegetativen Grundfunktionen wie Schlafen und Wachen, Durchblutung, Atmung und Verdauung zu verbessern und die körperliche, seelische und geistige Leistungsfähigkeit zu erweitern. Dadurch sollen diese Funktionen normalisiert sowie der Organismus je nach Bedarf geschont oder gekräftigt werden. Dafür werden aus der Natur stammende oder weitgehend naturbelassene Mittel verwendet.

Ein wesentliches Prinzip der Naturheilverfahren besteht darin, Patienten und Patientinnen dazu zu motivieren, ihre Gesundheit und den Heilungsprozess selbst mit zu gestalten. Es soll zu einer Lebensführung hingeleitet werden, in der solche Handlungsweisen verstärkt berücksichtigt werden, die für ein gesundes Leben wirksam sind. Grundlage dafür ist ein Konzept von Gesundheit und Krankheit, das nicht nur den Körper mit seinen Regulationsmechanismen berücksichtigt. Es wird auch betrachtet, welche unterschiedlichen psychosozialen Kompetenzen und Lebenseinstellungen eines Menschen auf die Gesundheit einwirken.

Phytotherapie (Heilpflanzen)
Phytotherapie ist die Behandlung mit Arzneimitteln, deren wirksame Bestandteile aus Pflanzen oder bestimmten Pflanzenteilen wie beispielsweise Blüten, Blättern oder Wurzeln gewonnen werden. Sie ist Bestandteil sowohl der naturwissenschaftlich orientierten Medizin als auch ein Naturheilverfahren. Bei der naturheilkundlichen Anwendung sollen die Mittel die Fähigkeiten des Organismus stärken oder unterstützen, eine Störung zu überwinden. Sie sollen außerdem die Fähigkeit des Organismus erhöhen, auf äußere oder innere Reize angemessen zu reagieren. Eine andere Anwendungsform ist die als Vorbeugemittel. Hierdurch sollen Schwächen im Organismus oder Organen beseitigt oder vermindert werden.
Homöopathische Komplexmittel
sind Arzneimittel mit mehreren sorgfältig aufeinander abgestimmten Wirkstoffen, die nach der homöopathischen Lehre hergestellt werden. Mit ihnen können viele Beschwerden leicht und wirksam behandelt werden. Homöopathie regt den Körper durch gezielte Reize zur Aktivierung seiner Selbstheilungskräfte an, um so die gestörten Regelsysteme wieder zu normaler Funktion zu bringen. So verschwinden auch quälende Beschwerden oft sehr schnell.
Hydrotherapie (Klassische Kneippverfahren)
  Hydrotherapie ist ein Begriff, unter dem sich sehr unterschiedliche Behandlungsformen verbergen können.

 

  • Die Anwendung von Wasser in Form von Bädern, Güssen, Wickeln, Waschungen sowie Dampfbädern nutzt Temperatur und Druck als die wesentlichen Reizfaktoren. Ihre Nutzung ist an jedem Ort und mit Leitungswasser möglich.
  • Die Balneotherapie ist die äußerliche und innerliche Anwendung spezieller, vor allem mineralhaltiger Wässer, von Schlämmen und Heilerden.
  • Wassergymnastik
  • Wasserstrahl- oder Sprudelbäder (Whirlpool, Jacuzzi)
  • Dampfinhalation
  • Bäder mit Zusätzen von Pflanzenprodukten oder Salzen. Hier wirken neben dem thermischen Reiz des Wassers die verschiedenen Zusätze.

Rezepte zum Selbermachen  Wadenwickel gegen Fieber Ein beidseitiger kalter Wadenwickel ist ein probates hydrotherapeutisches Mittel gegen Fieber. Die Körpertemperatur sinkt um bis zu einem Grad. Und so wird’s gemacht:

  • Tauchen Sie ein Leinen- oder Baumwolltuch in kaltes Wasser und wringen Sie es aus, so dass es nicht tropft.
  • Wickeln Sie dieses Tuch eng, aber nicht zu fest um die Wade.
  • Wickeln Sie ein zweites, trockenes Tuch darüber. Es soll das untere Tuch vollständig bedecken.
  • Ein drittes Wolltuch bildet den Abschluss. Achten Sie darauf, dass das Wolltuch nicht zu breit ist und auf der Haut nicht kratzt.
  • Entfernen Sie den Wickel nach einer halben Stunde.

Bei Bedarf kann nach einer weiteren Stunde erneut ein Wickel angelegt werden.

Bewegungstherapie

Die Bewegungstherapie umfasst alle Verfahren, die mit gezielten und dosierten Bewegungsabläufen bestimmte Körperfunktionen üben und trainieren. Bewegung sollte Bestandteil des täglichen Lebens eines jeden Menschen sein. Manche Krankheiten (z.B. Osteoporose, rheumatische Erkrankungen) erfordern ein tägliches kleines Übungsprogramm, das Sie nach Erlernen unter Anleitung in den eigenen Alltag integrieren sollten. Wenn Sie lange Zeit keinen Sport getrieben haben, sollten sie zu Beginn nur unter fachkundiger Anleitung und nach einer ärztlichen Untersuchung (z.B. unserem Herz-Kreislauf-Check) bestimmte Bewegungsabläufe erlernen. Besprechen Sie gemeinsam mit dem Therapeuten etwaige Risiken bzw. Einschränkungen, die Sie beachten sollten. Bei akuten Entzündungen oder Infektionen und bei schweren Allgemeinerkrankungen an Herz, Leber, Lunge, Gehirn und Nieren sollten Sie eine Bewegungstherapie nur nach Rücksprache mit unserem Praxisteam durchführen.

Ernährungstherapie
Gern stehen wir Ihnen beratend zu Seite, wenn Sie Fragen zu einer optimalen Ernährung haben oder Ihr Ernährungsverhalten überprüfen möchten. Sie erhalten praktische Tipps und Tricks, die Sie stressfrei und einfach in Ihren Alltag einbauen können. Wir legen hierbei in unserer Praxis auf eine möglichst unkompliziert umzusetzende Ernährungsform, die vollwertige Ernährung. Bei der vollwertigen Ernährung werden Lebensmittel und Getränke sorgfältig und bewusst gesund ausgewählt, schonend zubereitet und möglichst wenig behandelt verzehrt. Bei dieser Ernährungsweise werden keine Kalorien und Nährstoffe berechnet, sondern die Empfehlungen beziehen sich auf ganze Lebensmittel. Wir kaufen und essen ja nicht einzelne Nährstoffe, sondern Lebensmittel. Die vollwertige Ernährung verknüpft in idealer Weise altbewährte Erfahrungen mit neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Und zu guter Letzt: Vollwertige Ernährung schmeckt!
Heilfasten
Der vorübergehende freiwillige Verzicht auf Nahrung und Genussmittel ist seit Jahrtausenden in fast allen Religionen und Kulturen bekannt. Der Mediziner Dr. Otto Buchinger (1878-1966) gilt mit Veröffentlichung seines Buchs „Heilfasten“ im Jahr 1935 als Wegbereiter dieser Therapie in Deutschland. Viele Ärzte, Heilpraktiker, Kurkliniken und einige Krankenhäuser bieten Fasten unter Anleitung bzw. Aufsicht an. Heilfasten wird dem Ziel durchgeführt, eine Krankheit günstig zu beeinflussen. Daneben gibt es Fasten für Gesunde, das stets ambulant durchgeführt wird.
Entgiftung – Ausleitung
„Entgiftung“ bezeichnet die Ausscheidung im Körper anfallender Stoffwechselendprodukte wie zum Beispiel Harnsäure. Obwohl der Begriff in der wissenschaftlichen Medizin nicht anerkannt ist, hat er sich im allgemeinen Sprachgebrauch durch seine Anschaulichkeit etabliert. Entgiftung ist ein außerordentlich wichtiger, gesunder Körpervorgang, der tagtäglich und fortwährend geschieht. Eine Entgiftungsbehandlung unterstützt diesen natürlichen Vorgang. Ausleitung bzw. ausleitende Therapien haben zum Ziel, die Körperentgiftung nachhaltig zu unterstützen. Durch sie werden Schadstoffe mobilisiert und zu den Entgiftungsorganen wie Leber und Niere transportiert. Dort werden sie dann abgebaut und ausgeschieden. Einige typische Symptome

 

  • Allergien (z.B. auf Lebensmittel, Chemikalien, Pollen, Staub)
  • Asthma
  • Diabetes (Zuckerkrankheit) – andere Stoffwechselerkrankungen wie erhöhte Harnsäure (Gicht) oder erhöhte Blutfettwerte
  • Erschöpfung
  • Hautprobleme wie Ekzeme, Neurodermitis u. Ä.
  • Infektanfälligkeit
  • Rheumatische Beschwerden/Arthrose
  • Verdauungsbeschwerden/Verstopfung

Wenn Sie an einem oder mehreren dieser Symptome leiden und/oder regelmäßig Schadstoffen ausgesetzt sind, bietet sich eine Entgiftungstherapie an. Das gilt besonders, wenn die Beschwerden schon über einen längeren Zeitraum anhalten. Als vorbeugende Behandlung wird eine Entgiftungstherapie ein- bis zweimal jährlich empfohlen.

Symbioselenkung (mikrobiologische Therapie)
Bakterien siedeln sich beginnend mit der Geburt in unserem Darm an und begleiten uns als „körpereigene” Darmflora das gesamte Leben. Sie schützen uns unter anderem vor „fremden” krankmachenden Bakterien, Pilzen und Viren. Bei zahlreichen Erkrankungen ist die Darmbarriere gestört. Die Folge: Krankheitserreger können im Darm Fuß fassen und Schadstoffe gelangen vermehrt in unseren Körper, klinische Beschwerden treten auf oder werden verstärkt. Die Therapie einer Symbiosestörung des Darmes stellt die normale Florabesiedlung des Darmes durch Anwendung von physiologischen Bakterienkulturen in einem probiotisch vorbereiteten Milieu wieder her bzw. erhält diese. Die Symbioselenkung stellt eine Basistherapie dar, die zusammen mit durchaus unterschiedlichen, möglichst jedoch natürlich orientierten Therapieformen angewendet werden sollte. Die Symbioselenkung erstreckt sich über einen Zeitraum von mindestens 12 Wochen bis zu fünf Monaten und kann bei Bedarf oder Notwendigkeit wiederholt werden. Während der Symbioselenkung sollte eine stoffwechselfördernde Diät eingehalten werden. Um einen dauerhaften Erfolg sicherzustellen, ist es in den meisten Fällen erforderlich, die Ernährungsgewohnheiten zu ändern.
Vitaminaufbaukuren – Aufbauspritzen

Intramuskuläre Injektion, also Spritzen in den Gesäßmuskel, sind insbesondere als Aufbauspritzen gefragt und auch immer noch üblich. Als Aufbauspritzen verwenden wir in erster Linie hochdosierte B-Vitamin-Präparate, die sich positiv auf die Zellregeneration, die Zellenergie und den Muskelstatus auswirken. Weiterhin sind B-Vitamine maßgeblich an der Bildung von Hirnbotenstoffen beteiligt, weshalb sie bei vielen nervösen Erkrankungen eingesetzt werden wie

 

  • Abgeschlagenheit
  • Appetitlosigkeit
  • Konzentrationsschwäche
  • Antriebslosigkeit
  • Leistungsabfall
  • Leichte depressive Verstimmung
  • Reizbarkeit
  • Schlaflosigkeit
  • Diffuse Schmerzen
  • Neuropathische Schmerzen

In dieser Infusion befindet sich sicher nur eine verschwindend geringe Menge  an Vitamin C … 

Vitamin-C-Hochdosis-Infusionen
Vitamin C ist an einer Vielzahl von Stoffwechselprozessen beteiligt. Es ist ein Aktivator des gesamten Zellstoffwechsels. Vitamin C ist einer der wichtigsten Radikalfänger unseres Körpers, es regt das Entgiftungssystem an und beschleunigt den Heilungsprozess von Wunden und Knochenbrüchen, es reguliert den Fettstoffwechsel und beteiligt sich an Stoffwechselprozessen des Hormon- und Nervensystems. Der Vitamin C-Bedarf kann erhöht sein bei:

 

  • Infektions- und Krebserkrankungen
  • Verletzungen
  • Allergien
  • Arteriosklerose
  • Rauchern
  • Leistungssportlern
  • Personen mit permanenten Stresssituationen
  • Einnahme bestimmter Medikamente

In bestimmten Lebenssituationen und bei nicht optimaler Funktion der Darmschleimhaut kann der Vitamin C-Bedarf höher sein, als oral (über den Mund) zugeführt werden kann. Hier empfiehlt sich eine Vitamin-C-Hochdosisinfusion.

Homöopathische Infusions-Kurbehandlungen mit natürlichen Heilmitteln
Die moderne homöopathische Komplextherapie als Verbindung zwischen Schulmedizin und klassischer Homöopathie bietet heute eine Reihe von Präventions- und Therapiemöglichkeiten, um Beschwerden vorzubeugen oder zu lindern, Defizite auszugleichen und Organfunktionen zu stärken. Ziel einer Infusionstherapie mit Komplexhomöopathika ist eine anhaltende Steigerung Ihres Wohlbefindens durch die:

  • Anregung und Stärkung der körpereigenen Abwehrkräfte
  • Verbesserung der Entgiftungsfunktionen der Organe
  • Intensivierung der Durchblutung

Wie wirkt eine Vitalkur? Die Vitalkur wirkt direkt auf den Stoffwechsel. Die Kur führt zur Verbesserung Ihres Wohlbefindens, Ihrer geistigen und körperlichen Leistungsstärke und Ihrer Vitalität. Eine Infusionskur bewirkt:

  • die Regeneration der strapazierten Widerstandskräfte des Organismus
  • die Aktivierung des Stoffwechsels
  • die Steigerung der Leistungsfähigkeit
  • den Abbau belastender Stoffwechselprodukte

Wie wirkt eine Entgiftungskur? Der Mensch nimmt Giftstoffe zum einen aus der Umwelt und mit der Nahrung auf, zum anderen entstehen Giftstoffe aber auch im Stoffwechsel. Eine Infusionskur unterstützt und aktiviert:

  • die Leistungsfähigkeit der Ausscheidungsorgane (Niere, Darm)
  • die Leber in ihrer Entgiftungsfunktion
  • eine möglichst vollständige Elimination toxischer Radikale und Schadstoffe
  • den Stoffwechsel

Wie werden die Kuren durchgeführt? Sie bekommen zweimal pro Woche eine Infusion, die ca. 30 Minuten dauert. Sinnvoll sind zehn Anwendungen. Wir bieten Ihnen folgende Basis-Behandlungsprogramme als Individuelle Gesundheitsleistungen an:

  • Vitalkur
  • Entgiftungskur
  • Immunkur
  • Mikrozirkulationskur

Darüber hinaus stellen wir homöopathische Infusionen individuell anhand Ihrer Beschwerden zusammen und kombinieren sie mit weiteren sinnvollen Therapiemaßnahmen.

Procain-Basen Therapie
Schmerzen entstehen, wenn spezielle Nervenfasern, die den ganzen Körper durchziehen, auf schmerzauslösende Reize reagieren, z.B. Verletzungen, Entzündungen, Verschleißerscheinungen, Druck und Übersäuerung des Gewebes. Diese Reize werden in Form von Schmerzsignalen an das Gehirn weitergeleitet, dort verarbeitet und in die eigentliche Schmerzempfindung umgewandelt. Chronische Schmerzen können sich entwickeln, wenn diese Reize lange anhalten oder die Schmerzursache nicht beseitigt werden kann, so z.B. bei Erkrankungen des Bewegungsapparates (Rückenschmerzen, Verschleißerscheinungen der Gelenke) und Durchblutungsstörungen. Die Procain-Basen-Infusion verbindet die biologischen Eigenschaften des Regulationstherapeutikums Procain mit der wichtigsten Körperbase Natriumhydrogencarbonat. Sie beschleunigt die Entsäuerung des Gewebes und fördert die Durchblutung von längere Zeit unterversorgten und chronisch schmerzhaften oder entzündeten Gewebe. Die Behandlung hat zugleich eine schmerzlindernde und entspannende Wirkung auf das Nervensystem („Sympathikolyse“). Die Therapie hat sich als sehr förderlich für die Wirkung anderer abwehrsteigernder Therapien erwiesen und wirkt schützend auf Leber und Bauchspeicheldrüse. Wann ist die Procain-Basen-Infusion besonders sinnvoll?

  • Körperentsäuerung (bei den meisten chronischen Krankheiten angezeigt)
  • Schmerztherapie (bei chronischen und systemischen Schmerzen, mangelnder Wirksamkeit anderer Verfahren)
  • Rheuma- und Arthrosetherapie
  • Durchblutungsförderung
  • Vitalisierung und Anti-Aging
  • biologische Krebstherapie (oft in Kombination mit zusätzlichen Verfahren)
Eigenbluttherapie – Eigenblutnosode

Das Prinzip der Eigenbluttherapie besteht darin, körpereigenes Blut als Fremdkörperreiz in den Organismus zu bringen und damit die Selbstheilungs- und Abwehrkräfte anzuregen. Sie gehört zu den klassischen Methoden der Naturheilkunde.

Injiziertes Eigenblut führt zu einer Veränderung der Reaktionslage des Organismus. Bei dem Abbau des eingespritzten Blutes werden Eiweiße frei, die für den Organismus einen Fremdkörperreiz darstellen – es kommt zu einer Stimulierung der Körperabwehr. Diese „unspezifische Reiztherapie“ wirkt auf die Regulationssysteme des Körpers ein und beeinflusst das vegetative Nervensystem. Insgesamt wird so eine Situation herbeigeführt, bei der aktivierte Abwehrkräfte die Selbstheilungsfähigkeit des Organismus wiederherstellen.

Eine besondere Form ist die Eigenbluttherapie nach Imhäuser (auch: Eigenblutnosode). Hierbei wird das entnommene Blut nicht in den Gesäßmuskel oder unter die Haut injiziert, sondern zunächst homöopathisch aufbereitet (potenziert) und dann oral verabreicht. Diese Form der Eigenbluttherapie wird vor allem bei Kindern und Patienten mit großer Angst vor Spritzen angewandt. Es reicht eine einzige kleine Blutabnahme, um eine längere Behandlung mit Eigenblut zu ermöglichen. Auch für hochallergische Patienten stellt die Eigenblutnosode eine gute Möglichkeit dar.

Besonders erfolgreich ist sie bei den typischen „banalen“ Erkältungskrankheiten, von denen gerade Kinder so häufig betroffen sind. Aber auch Allergien sprechen für einen Versuch mit dem potenzierten Eigenblut. Der Vorteil ist, dass die Behandlung auch dann sehr individuell angelegt ist, wenn nicht alle Register der Diagnostik gezogen werden.

Im Blut sind die wichtigen Informationen für den eigenen Körper vorhanden und können ihn gezielt stimulieren, ganz ohne negative Nebenwirkungen.

SCENAR-Therapie

Die Scenar-Therapie basiert auf dem Prinzip des kontinuierlichen Biofeedbacks, so dass krankhafte Prozesse durch die Stimulation des Scenars bekämpft werden können. Während der SCENAR-Behandlung laufen biophysikalische und biochemische Regulationsvorgänge ab. Sie spüren diese Vorgänge als Kribbeln oder Picken. In Ihrem Körper geschieht jedoch viel mehr: Das SCENAR aktiviert durch elektrische Impulse die Selbstheilungskräfte, da es mit dem Körper in direkten Dialog tritt. Art und Dauer der Therapie werden dabei vom Körper selbst gesteuert. Zu jedem Zeitpunkt und an jeder Stelle werden die Therapieimpulse individuell dem Körper angepasst. Somit wird Einfluss auf das vegetative Nervensystem und damit auf die körpereigenen Anpassungs- und Regulationsvorgänge genommen. Die Abwehrkräfte werden gestärkt und dem Körper wird ein Weg zur Selbstheilung aufgezeigt. Kontraindikationen sind elektronisch gesteuerte Implantate, die Behandlung des Abdomenbereichs bei Schwangeren und lebensbedrohliche Erkrankungen.

Wie läuft eine SCENAR-Behandlung ab?

Die SCENAR-Behandlung orientiert sich an Ihren aktuellen Beschwerden. Deshalb bitten wir Sie, uns mitzuteilen, welche Beschwerden Sie derzeit haben. Je genauer Sie uns Ihre Beschwerden beschreiben, desto gezielter kann das SCENAR-Gerät angewandt werden. SCENAR wirkt über die Haut und wir beginnen meistens mit der Stelle, an der Sie selbst die Ursache Ihre Beschwerde vermuten. Dann stellen wir die Behandlungsenergie nach Ihrer Empfindung (leichtes Kribbeln oder Picken) ein. Der Hautwiderstand wechselt bei Veränderungen des inneren Milieus. Daher zeigen uns die Impulse beim Streichen mit dem SCENAR über die Haut oder durch punktuelles Messen meist deutlich, wo ein Zugang zur Unterstützung der Behandlung Ihrer Beschwerden ist. So finden wir, als geschulte Therapeuten, zusammen mit SCENAR, die Stelle Ihres Körpers, an der das Gerät am besten angewandt werden kann.

Genauso angenehm erfolgt dann die Therapie für Sie: Mit verschiedenen Einstellungsvarianten und Techniken werden wir an dieser definierten Stelle die Behandlung durchführen. Dabei nimmt SCENAR Einfluss auf das vegetative Nervensystem und damit auf die körpereigenen Anpassungs- und Regulierungsvorgänge, stärkt somit die Abwehrkräfte und zeigt dem Körper den Weg zur Selbstheilung auf.

SCENAR-Behandlungsdauer

Speziell diese Frage kann nicht pauschal beantwortet werden, da es wesentlich auf die Art der Beschwerden und die Regulationsfähigkeit Ihres Körpers ankommt. Generell kann gesagt werden, dass sich bei akuten Beschwerden häufig bereits nach einigen Behandlungen eine gute Wirksamkeit zeigt, während bei chronischen Beschwerden längere Behandlungszyklen erforderlich sein können.

Elektrotherapie (Mikrowelle, Ultraschall, TENS)

Unter Elektrotherapie versteht man die Anwendung des elektrischen Stromes zu Heilzwecken. In der Regel wird hierbei das erkrankte Körperteil direkt vom Strom durchflutet, jedoch sind auch indirekte Fernwirkungen möglich.

Zur Elektrotherapie im weiteren Sinne werden auch Geräte gerechnet, die durch elektromagnetische Wellen im Gewebe Wärme erzeugen. Diese tiefenwirksame Therapie wird als Diathermie bezeichnet. Hierzu gehören die Kurzwelle, die Dezimeterwelle und die Mikrowelle, die in unserer Praxis zur Anwendung kommt.

Es gibt für chronische Schmerzpatienten batteriebetriebene Kleingeräte, die am Körper getragen werden und zur vielstündigen Dauerbehandlung geeignet sind. Verfahren dieser Art werden »Transkutane elektrische Nerven-Stimulation« bzw. TENS genannt. Die verschiedenen elektrischen Stromformen werden vor allem zur Linderung von Schmerzen am Bewegungsapparat eingesetzt.

Neuraltherapie nach Huneke

Die Neuraltherapie ist in erster Regel eine Schmerztherapie außerhalb der Schulmedizin. Theoretischer Hintergrund ist die sog. Störfeldtherorie und die Segmenttheorie. Unabhängig von den therapeutischen Erklärungsversuchen ist sie eine effiktive, kostengünstige und nebenwirkungsarme Methode.

Bei der Neuraltherapie wird mit kleinen Mengen von Lokalanästhetika (Betäubungsmittel in Spritzenform) behandelt. Wir nehmen Procain. In einer oder mehreren Sitzungen (abhängig vom Ausmaß und der Dauer der Beschwerden) werden Schmerzpunkte gezielt behandelt und die Schmerzen beseitigt. Klassische Einsatzgebiete sind:

  • Kopfschmerzen
  • Nackenschmerzen
  • Schulter-Arm-Schmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Kreuzschmerzen
  • Ischiasbeschwerden
  • Hüft-Knie-Sprunggelenksschmerzen
Schröpfen

Das Schröpfen gehört zu den bekanntesten ausleitenden Heilverfahren. Man unterscheidet bei der Schröpftherapie grundsätzlich zwischen zwei Therapieformen, dem trockenen und dem blutigen Schröpfen. Beim trockenen Schröpfen werden gläserne Saugglocken, die man auch als Schröpfköpfe bezeichnet, entlang entsprechender Reflexzonen an bestimmten Schröpforten auf den Rücken des Patienten gesetzt. Durch den Sog auf die Haut weiten sich die Blutgefäße und das Blut kann verstärkt fließen.

Das Schröpfen wird angewendet bei:

  • chronischen Schwächezuständen (Energiemangelzustände)
  • zur Durchblutungsteigerung von Haut, Unterhaut- u. Bindegewebe, bei Narbennachbehandlung
  • Rücken- u. Nackenschmerzen
  • rheumatischen Erkrankungen der Wirbelsäule z.B. Morbus Bechterew, Osteoporose
  • Magen- u. Darmbeschwerden
  • Appetitlosigkeit
  • Leberzirrhose
  • Atemwegserkrankungen (akute u. chron. Bronchialinfekte)
Ordnungstherapie

Eine allgemein gültige Definition der Ordnungstherapie gibt es bislang nicht. Grundsätzlich versteht man darunter ein Konzept für eine gesunde Lebensführung, in dem die Selbstverantwortung des Einzelnen für seine Gesundheit eine wichtige Rolle einnimmt. Darüber hinaus steht der Begriff für ein übergeordnetes Prinzip der Naturheilverfahren, denn jede naturheilkundliche Therapie versucht die Ordnung im Organismus wieder herzustellen.

Die Wirkungsweise der Ordnungstherapie kann einfach umschrieben werden: Überflüssiges wird weggelassen, Fehlendes wird ergänzt. Ersteres gilt insbesondere für schädliche Faktoren, die bekanntermaßen das Erkrankungsrisiko erhöhen. Der Therapie, die meist in ausführlichen Gesprächen zwischen Therapeut und Patienten besteht, geht eine ausführliche Befragung zur Lebensweise voraus.

Entspannungsverfahren

Unter Entspannungsverfahren werden verschiedene Methoden zusammengefasst, die Spannungen in Körper und Geist abbauen und Verspannungen lösen sollen. Blutdruck und die Stoffwechselrate können dadurch gesenkt und die Muskelspannung herabgesetzt werden. Zu den wichtigsten Verfahren zählen:

  • Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson (PMR)
  • Yoga
  • Qigong
  • Autogenes Training